Schulrecht

Das Schulrecht umfasst die Gesamtheit aller Rechtsnormen, die den Bereich Schule betreffen. Das Schulrecht ist Sache der Länder und daher wohnortabhängig bundesweit unterschiedlichen Regelungen unterworfen. Die in Berlin maßgeblichen rechtlichen Grundlagen finden Sie links auf der Seite auszugsweise zusammengestellt.

Das Land Berlin hat mit dem Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes am 26.01.2004 einen riesigen Reformschritt mit z. T. recht umstrittenen Regelungen eingeleitet.

Die Senkung des Einschulungsalters sowie die flexible Schuleingangsphase sind inzwischen Realität geworden. Die formal fortgefallenen Rückstellungsmöglichkeiten mit Blick auf die Einschulung sind mittlerweile auf dem Verwaltungswege wieder etwas gelockert worden, da die mit einer zu frühen Einschulung verbundenen Probleme nunmehr von der Schulverwaltung zur Kenntnis genommen werden und ein pragmatischerer Umgang hiermit im Einzelfall möglich gemacht wird. 

Auch das Zentralabitur in den Kernfächern ist nunmehr kein Testlauf mehr. Die Fünfte Prüfungskomponente ist installiert. Im Schuljahr 2009/10 gab es erstmals eine gemeinsame Abiturprüfung in den Ländern Berlin und Brandenburg. Das Abitur wird an den Gymnasien nunmehr in Klasse 12 abgelegt.

Weitere Strukturänderungen betrafen die weiterführenden Bildungsgänge. Erste Gemeinschaftsschulen existieren bereits und werden verstärkt nachgefragt. Mit der weiteren Schulstrukturreform vom 14.01.2010 ist nunmehr der Bereich der Oberschulen umgestaltet worden. Es besteht nunmehr nur noch eine Zweigliedrigkeit des Schulsystems. Die integrierte Sekundarschule löst die Haupt-, Real- und Gesamtschule ab. Das Abitur kann dort nach 13 Schuljahren erworben werden.

Die Darstellung der Senatsverwaltung zur Schulentwicklungsplanung finden Sie hier.

Zukünftig ist sicher auch weiter von einer zunehmenden Angleichung der Rahmenbedingungen und gesetzlichen Grundlagen der Länder Berlin und Brandenburg auszugehen.